Seit Oktober 2017 sind wir auf Reise. Die erste Schleife führte uns über Grischenland, die Türkei und den Iran in den Oman. Auf dem Rückweg fuhren wir wieder in den Iran zurück, kreuzten Armenien und blieben längere Zeit in Georgien. Leider plagten uns im zweiten Reiseabschnitt immer wieder Getriebeprobleme an unserem Unimog, die außerhalb von Europa einfach nicht ordentlich aus der Welt geschafft werden konnten. Obwohl wir weder Kostem noch Mühen gescheut hatten, und uns sogar ein werksüberholtes Getriebe in den Oman haben schicken lassen. So beschlossen wir letztendlich doch zurück zu fahren um den Unimog wieder fachgerecht instand setzen zu lassen. Wie sich dann später herausstellte, war das "neue" Getriebe falsch vormontiert und eingestellt, und zu allem Überfluß hat die einbauende Werkstatt auch noch gravierende Fehler gemacht. Aus diese Situation mussten wir lernen: wenn ein MOG mal "krank" ist, braucht es Unimog-Spezialisten! Und die gibt es leider außerhalb von Europa nicht. Und so dauerte unsere erste Runde auf den Tag genau 365 Tage und rund 33.000 Kilometer. Am 15. März 2019, nach einer etwas längeren Winterpause, starteten wir in die zweite Runde, mit einem neuen Reisepartner als "Tragetier". Wir "sprinten" jetzt - im wahrsten Sinne des Wortes. Und weil wir uns trotz all dem Ärger gerne an den MOG zurück erinnern,  hat der "Neue" zumindest eine Erinnerung in der neuen Autonummer bekommen. PF MM 1120.  MM steht für "MiniMog". 

Claudia Platz

wurde 1965 in Vöhrenbach im Schwarzwald geboren und wohnt seit den siebziger Jahren im Enzkreis (Kämpfelbach) bei Pforzheim. Und wie das bei den meisten über einen längeren Zeitraum allein erziehenden Mütter so ist,  blieben große Reisen außerhalb Europas immer "der große Traum und eine tiefe Sehnsucht". Die meisten Berufsjahre absolvierte sie bei einer großen Bank, bis eine Filiale nach der anderen geschlossen wurde. Zuletzt arbeitete sie bei den Karlsruher Stadtwerken. In ihrer Freizeit nutzt Claudia jede Gelegenheit die Wanderstiefel anzuziehen oder mit dem Fahrrad raus in die nahe Natur zu kommen. Neben vielen Wander-Wochenenden, vorwiegend in den Vogesen oder im nahen Schwarzwald, war sie in den letzten Jahren mit Florian beim Bergwandern in Polen, in den rumänischen Karpaten oder in Frankreich. Während einer gemeinsamen Trekkingtour auf den Kapverdischen Inseln reifte auch die Idee für "No Plan is a Good Plan". Passt doch! Claudias Sohn, Marco, studiert in Bonn Philosophie und Englisch. Damit ergeben sich jetzt neue Freiräume für die Lebensgestaltung von Claudia. Und das ganz Tolle dabei: Marco gönnt seiner "Mom" die laaange Reise von ganzen Herzen! Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir Marco unterwegs treffen...

 

Von dieser Reise wünscht sich Claudia vor allem:

"Natur und Kultur zu erleben, Eintauchen, sich treiben lassen, Verstehen lernen, Werte hinterfragen - und vor allem: Die Momente zu genießen " 

 

Florian Moser

wurde 1957 in München geboren. Nach der Bundeswehr jobbte er zwei Jahre als Fernfahrer auf der Italien- und Balkanroute um sich den finanziellen Grundstock für seine Berufsausbildung zu verdienen. Nach einer Fotografenlehre absolvierte er ein Volontariat bei einer Presseagentur und hatte seinen ersten Job bei einem Schweizer Zeitschriftenverlag. Danach wechselte er als Pressesprecher in die Automobilindustrie und gründete 2006 eine kleine Agentur für Öffentlichkeitsarbeit mit dem Schwerpunkt "Automotive". Florian  wohnte in Freiburg, Mainz und zuletzt lange in Stuttgart.  Obwohl er beruflich viel in der ganzen Welt rum gekommen ist, nutzte "Flo" jede Chance um neue Länder und Kulturen abseits vom "Business Jet Set" kennen zu lernen. Sei es mit dem Land Rover, dem Motorrad oder mit dem Rucksack. Die privaten Trips führten ihn neben vielen Touren in Europa und Island unter anderem nach Neuseeland, Laos, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Sri Lanka, Oman, Madagaskar, Marokko, Tunesien, Mauretanien, Namibia, Botswana und Kenia. Florians Sohn, Olivier, lebt und arbeitet mittlerweile in Stuttgart. Da auch "Oli" viel in der in der Welt unterwegs ist, ist es hoffentlich  nur eine Frage der Zeit, bis wir Oli unterwegs mal treffen...

 

Von dieser Reise wünscht sich Florian vor allem:
".....ohne ein zeitliches Limit neue Länder zu entdecken. Zentralasien, Pamir, Karakorum, Mongilei und China sind für mich ein komplett unbeschriebene Blätter. Ich hoffe an den Orten und bei den Menschen länger verweilen zu  können, wo man willkommen ist und sich wohl fühlt. Diese Reisen werden die Einstellung und mein Verständnis für unsere Welt und die Menschen, die diesen Planeten bewohnen und verwalten, neu kalibrieren"