“Verschärfter Reisehinweis":  Wer die Türkei nicht bereist, hat etwas versäumt.

In den Monaten vor unserer Abreise löste unsere Planung die Türkei zu bereisen immer wieder Verwunderung, teilweise sogar Verstörung aus. „Wie könnt ihr nur in dieses Land fahren, wo man jederzeit Gefahr laufen kann, willkürlich verhaftet zu werden?“ Die mediale Darstellung der Türkei in unserer Heimat, ausgelöst und verstärkt durch die politischen Eitelkeiten und Interessen auf beiden Seiten der politischen Bühne, lässt einen zweifelsohne ins Grübeln geraten. Und als dann im Juli diesen Jahres unser Noch-Außenminister Gabriel einen “verschärften Reisehinweis“ für die Türkei offiziell  in den Medien platziert hat, machte es die Lage nicht einfacher. Was nun?

 

Die politische Situation in einem Reiseland können und wollen wir als Gast und Tourist nicht beeinflussen. Als Reisende beobachten wir, lassen die Eindrücke von Land und Leuten auf uns wirken, ziehen daraus unsere persönlichen Rückschlüsse. Wenn wir unsere westlichen, hoch entwickelten Standards in Sachen Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechte als den Maßstab setzen, in welches Land man überhaupt noch reisen darf oder sollte, dann wird es sehr, sehr eng auf der Welt. Also, was soll uns schon passieren, wenn wir uns korrekt verhalten? Das sind die Erfahrungen aus vielen bereits bereisten Ländern. Entsprechend entspannt fuhren wir an die griechisch-türkische Grenze bei Ipsala.  Vorbei an einer kilometerlangen LKW-Schlange, rollten wir zuerst an die griechische Zollstation, um dann gleich auf die türkische Seite weiterzufahren. „Welcome to Turkey“, so wurden wir am Grenzschlagbaum empfangen. Ein kurzer neugieriger Blick in das Innere unseres MOG, das war alles. Die Grenzabfertigung dauerte rund zwanzig Minuten und dann hatten wir die Stempel für den MOG  und seine Bewohner im Pass. 

 

Die grenznahe Umgebung von Ipsala dämpfte unsere gute Laune schlagartig. Riesige, stinkende Rauchschwaden durch das kontrollierte Abbrennen von landwirtschaftlicher Nutzfläche empfingen uns. Teilweise fuhren wir durch dichten Rauchnebel über kleine Nebenstraßen und Dörfer. Links und rechts der Straße, sowie im direkten Umfeld der Ortschaften türmte sich der Abfall und Müll. Dieser unschöne Eindruck hielt sogar an, als wir auf eine ruppige Wellblechpiste abbogen die uns Richtung Meer führte. Es war nicht einfach einen halbwegs unvermüllten Platz zu finden. Dank MOG setzten wir auf eine noch kleinere Piste über und fanden so unseren ersten Übernachtungsplatz, direkt an einem Felsküstenabschnitt.  Ein stimmungsvoller Sonnenuntergang lies den Tag ausklingen und wir freuten uns auf den Geburtstag von Claudia. Happy Birthday! Und das in der Türkei, auf dem ersten kleinen Abschnitt unserer Reise! Zum Frühstück am nächsten Morgen gab es erstmal die mitgebrachten "Schoko-Herzerl" von Verena als "Betthupferl".


In Kilitbahir, dem letzten kleinen Dorf an den Dradanellen und der engsten Stelle zwischen Europa und Kleinasien wollten wir am nächsten Tag übersetzen. Es sind nur rund 1,3 Kilometer auf die andere Meerseite. Die Dardanellen waren vor allem historisch betrachtet eine der wichtigsten strategischen Punkte zwischen dem Schwarzen Meer, dem Hafen von Istanbul und dem Mittelmeer. In den Kriegszeiten der letzten Jahrhunderte waren sie immer ein heiß umkämpfter Brennpunkt. Gewaltige Festungen und ein kleines Museum erzählen heute die Kriegsgeschichte.  Heute ist hier „Rush-Hour“.  Unglaublich was hier für ein Schiffsverkehr herrscht. Quasi im Fünfminutentakt schlüpfen riesengroße, große uns kleinere Frachtschiffe durch die Meerenge. In dieser Nacht erwischte uns dann auch ein heftiger Wettersturz. Wir hatten am Abend einen exponierten Stellplatz, direkt an einem Leuchtturm, am Ende einer lehmigen Piste auserkoren, als der Sturm und Regen loslegte. Der von Wind und Regen gepeitschte MOG schaukelte uns aber bald in den Schlaf. Als der Regen immer stärker wurde, stellten wir uns mitten in der Nacht die Frage, ob wir die aufgeweichte Piste wieder raufkommen würden, blieben aber doch lieber im warmen Bett liegen.  Am nächsten Morgen wurde es dann leicht grenzwertig. Mit Allrad und Differenzialsperren schafften wir es gerade so den Berg wieder zurück zur Straße. Das Reifenprofil war nach kurzer Zeit komplett mit dem schweren, nassen Lehmboden zugeschmiert. Teilweise „sideways“ robbte sich MOG nach oben – ein paar Adrenalinschübe für die MOGbewohner  inklusive. 


Lost in Translation in Kocabük

Kennt ihr Kocabük? Immerhin: das Dorf hat 240 Einwohner, wir sitzen im Wohnzimmer der Familie Duman und telefonieren mit Stuttgart.  „Was hat Sie denn in unser Dorf verschlagen?“ fragt uns „Stuttgart“ am anderen Ende der Leitung.  Özgür, die Nichte der Dumans, dolmetscht via Handy für ihren Cousin und Onkel im akzentfreien Deutsch.

 

Die Geschichte ist schnell erzählt: Wir waren wieder mal auf der Suche nach einem Schlafplatz für die Nacht, nachdem wir vorher über Nebenstraßen durch die schöne Landschaft und den leichten Mittelgebirgen hinter Canakkale gekurvt sind. Wir haben eben eine  Vorliebe für „Oben bleiben“, und so entdeckte Claudia den Weg auf den Berg. Es wurde immer enger, aber im Dorf war für den MOG Schluss. Ein Kleinbus hinter uns musste anhalten und beobachtete aus sicherer Entfernung unser eingeleitetes Wendemanöver. Nachdem die Insassen verstanden hatten, dass wir einen Platz zum Schlafen suchten, war alles klar: Rechts die steile Straße runter und wieder rechts durchs Tor. So standen wir plötzlich auf dem Grundstück der Familie Duman und telefonierten mit Stuttgart. Trotz dem Google Übersetzer auf unseren Handys und viel Gebärdensprache konnten wir uns leider nur sehr schwer verständigen. Das ist sehr schade. Immer wieder wenn es überhaupt nicht mehr weiterging, musste wieder Özgür in Stuttgart ran. Frau Duman zauberte in der Zwischenzeit schnell ein Abendessen auf den Küchentisch und wir hatten trotzdem einen lustigen und geselligen Abend. Lost in Translation - auf Türkisch. Überwältigt von der Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der Dumans und Özgürs Telefon-Seelsorge, fielen wir ins Bett um am nächsten Morgen schon wieder am Frühstückstisch Platz zu nehmen.  Bevor wir abfahren konnten, bekam jeder von uns noch ein paar warme Socken mit auf den Weg - und als Dekoration für den MOG wurde kurzerhand ein Geranientopf aus dem Garten in unser MOGzimmer gestellt. Hallo Türkei!  Vielen Dank für die Gastfreundschaft! Schön hier zu sein!


Fünf Liter Milch und frische Tomaten

Noch herzlich beseelt von den Erlebnissen des Vortags geht es weiter im Takt der Gasfreundschaft. Wieder führte uns am späteren Nachmittag eine kleine Bergstraße den Berg hoch. An einer Kreuzung sondierten wir eine kleinere Piste, als uns ein Motorradfahrer unmissverständlich zu verstehen gab ihm zu folgen. Seine Mission endete auf rund 1450 Metern, einen kleinen Plateau mit gigantischer Aussicht. In der Dämmerung  vorbeiziehende Ziegenhirten grüßten uns freundlich und es dauerte auch nicht lange bis wir wieder Besuch hatten. Ein freundliches „Merhaba“ mit klopfen an der Tür unterbrach kurz unsere Vorbereitungen für das Abendessen. Ich öffnete die Türe und vor mir stand ein Hirte und überreichte mir eine Kanne frische Ziegenmilch. „Welcome in Turkey“ zeigte sein Google Übersetzugsprogramm: Ich „googelte“ zurück: „Schön hier zu sein“;  „Liebe Menschen“; „Wir sind auf einer Weltreise“. Daumen hoch, fest gedrückt, einmal rechts, einmal links – und weg war er. Da stand ich nun mit der 5-Liter-Milchkanne in den Händen. Aber damit ist es nicht genug: Am nächsten Tag erlebten wir eine Abfahrt aus den Bergen, die wir so noch nicht erlebt hatten. Anfänglich über den Wolken rollten wir langsam die steile und lehmige Piste zurück ins Tal, als ein sichtlich „verrückter“ Motorradfahrer versuchte uns  zu überholen.  Ich schaute mir die waghalsigen Überholversuche ein paar Mal im Rückspiegel an und fuhr dann rechts ran. Der Motorradfahrer stoppte neben der Fahrertür, kramte in seinen Packtaschen und reichte mir eine Tüte frische Tomaten durch Fenster. Wir konnte es wieder kaum fassen.... GASTFREUNDSCHAFT. HILFSBEREITSCHAFT. UNVOREINGENOMMENHEIT.

Das ist es, was uns schon in den ersten Tagen der Türkei im wahrsten Sinne des Wortes oftmals sprachlos gemacht und tief gerührt hat. Wir hatten es nicht einmal in den kühnsten Träumen erwartet. 

Bilder: Motorrad-Lotse voraus. Blick aus dem Küchenfenster und einen Tee am Morgen. Spektakuläre Abfahrt am nächsten Tag mit Tomatenversorgung vom Motorrad. Kaum unten im Tal wieder Teepause in ersten Dorf. Wir sind eingeladen - versteht sich von selbst. Die alten Lokomotiven am verlassenen Bahnhof rosten vor sich hin. Im Dorf konnte uns keiner sagen, wie lange die Loks schon auf "Rosthalde" stehen. 


Die Automeile von Isparta und ein Zwischenstop im antiken Sagalossos

Es wird kalt in der Türkei. Eine Kaltfront überzieht das Land und pünktlich zum Wetterwechsel stellt unsere Standheizung den Dienst ein. F12 lautet der Fehlercode. Wir übernachten in der Nähe von Isparta an einem See, direkt vor dem Parkplatz eines Restaurants und sind die einzigen Gäste. Wir genießen es mal nicht selbst zu kochen und werden vom Koch üppig verwöhnt. Am nächsten Tag versuchen wir unser Glück in der Stadt um unser Heizungsproblem in den Griff zu bekommen. Zielstrebig biegen wir in die Automeile ab. Werkstatt an Werkstatt reiht sich in einem Gewirr von symmetrisch angelegten Straßen aneinander. Der MOG fällt auf, Daumen hoch und winken aus den Werkstätten begleiten unsere Einfahrt. Wir fragen in der ersten Werkstatt für „Oto Elektrik“ nach und zeigen unser Problem. „Next Workshop“ die Antwort, was so viel bedeutet: „da wird ihnen geholfen“.  Der  nächte „Cheffe“ weiß Rat: er checkt die Heizung mit dem Spannungsmesser, lädt die Eberspächer- Instruktionen in Türkisch herunter und baut die Heizung aus. Wir verstehen: morgen sollen wir wieder kommen. Also nutzen wir die Zeit und lassen den reichlich verdreckten MOG ein „Türk Polish“ zukommen. Bei dieser Gelegenheit lassen wir auch die Räder diagonal tauschen um die Sägezahnbildung zu verringern. Ich finde natürlich nicht alleine durch die Gassen, habe aber immer wieder einen Beifahrer an Bord, der mich durch die Straßen und an den richtigen Ort lotst.  „Türk Polish“ unterzieht den MOG einer Generalreinigung wie er sie so noch nie bekommen hatte. Selbst die Reifen wurden mit „Glanzspray“ eingesprüht. Wir fahren am späteren Nachmittag rund fünfzig Kilometer raus ins Gebirge und besuchen die alte antike Stadt Sagalossos. Wir übernachteten wieder hoch oben im Gebirge um am nächsten Tag wieder in der Werkstatt  zu fahren. Der defekte Sensor wurde irgendwoher organisiert und wir bezahlen den deutschen Preis lt. Eberspächer Unterlagen. Die Arbeit, die Fehlersuche und der Ein- und Ausbau natürlich zu marktüblichen Preisen. Dazu gab es unzählige „Cays“, nette Begegnungen und Gespräche mittels Google-Übersetzer. Wie würde es nur ohne Google  funktionieren?

Übernachtung an einem alten Vulkankrater mit dramatischer Morgenstimmung. Gleich daneben ein Restaurant, nur für uns.

Zwischenstopp in Sagalossos: Die antike Stadt liegt in der Nähe von Isparta, gleich daneben finden wir einen Übernachtungsplatz in den Bergen.

Standheizungsreparatur in Isparta mittels modernster Prüfstände, versteht sich. Wenn Hochglanz, dann richtig... Poser-Look für den MOG


Konya: Die Provinzhauptstadt von Zentral-Anatolien lässt und staunen

Wir verlassen die Automeile von Isparta erst am späteren Nachmittag und beschließen deshalb die Strecke nach Konya in der Nacht zu fahren.  Zügig geht es bei Sonnenuntergang um den See von Egidir weiter nach Konya. Die Hauptverkehrsstraßen sind in einem super guten Zustand und nach rund fünf Stunden erreichen wir noch vor Mitternacht die Stadtgrenze von Konya. Als wir in der Nacht über die angrenzenden Berge nach Konya einfahren sehen wir ein Lichtermeer unter uns. Angeblich hat Konya inzwischen über zwei Millionen Einwohner, auch wenn das offizielle Stadtschild noch 1.300.000 Nüfus (Einwohner) angibt.

 

Im Gegensatz zu meinem früheren Türkeibesuchen – Istanbul ausgenommen – ist speziell in den größeren Städte eine riesengroße Veränderung zu erkennen. Man sieht kaum noch alte Autos auf den Straßen, fast alle Modelle europäischer Hersteller sind neuestens Datum und dominieren das Straßenbild. Und es wird gebaut: Straßen und Stadt-Infrastrukturen werden komplett neu angelegt, Siedlungen an den Stadträndern aus dem Boden gestampft. Wir fragen uns: Wer wohnt in den neuen und hypermodern angelegten Stadteilen? Wir erkennen kein Leben in den neu angelegten Siedlungen, die Fenster sind dunkel, keine parkenden Autos. Wer soll dort einziehen? Und wann? Wo finden die Familien, die irgendwann mal hier einziehen sollen, eine Arbeit?  Es sind Fragen die uns auf den Nägeln brennen, für die wir aber vorerst keine Antwort finden. Einen Stellplatz finden wir schnell bei einem Vergnügungspark und Zoo. Von dort fährt eine Straßenbahn ins Stadtzentrum. Die Innenstadt von Konya und seine zahlreichen Moscheen und Museen erleben wir leider an einem Regentag. Wir laufen rund sieben Stunden durch die Stadt und besuchen auch das Zentrum der Derwische, das Mevlana Kloster. Hier kommen wir erstmals mit Touristen in Kontakt. Es sind fast ausschließlich asiatische Reisegruppen, die uns  begegnen. In Anbetracht der europäischen, politischen allgemeinen "Großwetterlage", auch nicht sonderlich verwunderlich.

 

Konya selbst präsentiert sich uns als eine sehr moderne Großstadt, die einer anderen, meinetwegen sogar europäischer Metropole, um nichts nachsteht.  Das hat Augenhöhe und braucht keinen Vergleich zu scheuen. Die Kleidung, vor allem die der Frauen, ist in dieser Großstadt stark westlich geprägt. Stilsicher, mal mit Rock oder langen Mantel kombiniert, ist ein hohes Maß an Selbstbewusstsein deutlich zu erkennen. Das Kopftuch der Frauen wird auch aus der Tradition heraus mehr zum Schmuckstück – es sehr schön anzusehen. Blondierte Strähnen, punkähnliche Frisuren und vereinzelt auch kurze Röcke gehören zum alltäglichen Straßenbild bei den Frauen. Und das alles in der Hauptstadt Zentral-Anatoliens. Wir sind überrascht. Das hätten wir so nicht erwartet.  Konya ist weltoffen, ungezwungen, modern  – irgendwie sehr faszinierend. Als wir am späteren Abend in einem Kaffee im alten Bazar noch einen Mokka bestellen, dreht der Inhaber eine Zigarette und bietet sie  uns zum Rauchen angeboten. „Real türkish tobacco“ zum türkischen Mokka. So ist der Genuss perfekt. Man ist stolz auf die eigene Kultur. Das spüren wir an vielen kleinen Dingen. Und uns, als neugierige Reisende, möchte man das gerne vermitteln. 

 

Impressionen aus Konya: Tradition und Moderne


Kappadokien: Ballone, Landschaft, Natur - und eine Kaltfront erwischt uns voll

Wir erreichen Kappadokien:  Es ist eisig kalt, der Himmel klar. In der Nacht sinken die Temperaturen deutlich unter null Grad. Die Landschaft und die geologisch exponierte Situation hat diesen großen Landstrich im zentralen Hochland zu einer Touristenattraktion werden lassen. Davon ist derzeit leider wenig  zu spüren. Wir wandern alleine durch die Täler und begegnen, von organisierten Reisegruppen aus Asien, fast keinen europäischen Touristen. Das habe ich zur gleichen Jahreszeit auch schon anders erlebt. Ich treffe einem im Tourismusbereich tätigen Manager, den ich von von einem früheren Besuch kenne. Wir reden lange und intensiv. Sein Urteil und Resümee bringt es auf den Punkt. „Wenn das so weiter geht, sind wird es sehr eng. Der Tourismus ist fast komplett zusammengebrochen. Die Geschäfte sind stark rückläufig und decken kaum noch die Kosten. Die Situation ist vor allem auch der politischen "Großwetterlage" geschuldet - da sind wir uns einig. Wir schlendern weiter durch Göreme, der kleinen Stadt im Mittelpunkt Kappadokiens, und Dreh- und Angelpunkt des Tourismus. Es ist ruhig, sehr ruhig. Es gibt inzwischen sogar ein koreanisches Restaurant und ein „Peking-Restaurant“ auf der Hauptmeile. Die Asiaten sind momentan die Stütze der großen Ballonflotte, die rund um Göreme angesiedelt ist und sorgen wenigsten noch ein klein wenig für Umsätze. Und es ist wie es ist: die ganzen Auswirkungen der derzeit gestörten politischen Verhältnisse, treffen halt, wie immer, die Menschen, die am wenigsten dafür können. Den Bauer der sein Gemüse nicht mehr verkaufen kann, weil die Hotels kaum Gäste mehr haben, den Taxifahrer, den Kellner, den Bäcker… Es ist traurig, aber leider wahr. 

 

Kappadokien genießen wir trotzdem weiter. Eine schöne Wanderung und am zweiten Tag um 5:45 Uhr aufstehen um mit dem Ballon in die kalte Morgenluft zu entschweben. Wir bleiben noch ein wenig hier und hoffen, dass die Kaltfront bald abzieht und uns noch ein paar schöne Wandertage ermöglicht. Sobald wir wieder Internet und gutes WLAN haben, werden wir unsere Erlebnisse in der Türkei zu Ende schreiben. Wir melden uns rechtzeitig, es kann aber schon aus dem Iran sein. Denn wir haben gemäß „Noplanisagoodplan“eine kleine Planänderung. Aufgrund der Wetterlage und der schon sehr fortgeschrittenen Jahreszeit werden wir unsere Abstecher nach Georgien und Armenien hinten anstellen. Wir werden direkt von der Türkei in den Iran einreisen. So haben wir mehr Zeit für die Türkei, vor allem Kappadokien, und werden uns dann in die wärmeren Regionen im Iran zurückziehe um zur Jahreswende im Oman zu sein. Dafür haben wir jetzt noch zwei Monate Zeit. Wir verlangsamen unser Reisetempo merklich. Noplanisagoodplan.

 

Und hier ein paar erste Impressionen aus Kappadokien: Felsenwohnungen und in den Tuffstein geschlagene kleine Kirchen. Stundenlang wanderten wir alleine durch die bizarre Landschaft rund um Göreme.  Eine Ballonfahrt über den Red Rose Valley und die angrenzenden Seitentäler ist eines der absoluten Highlights. 




Kommentare: 5
  • #5

    Heike (Donnerstag, 23 November 2017 11:14)

    Liebe Claudia und lieber Florian,

    nachdem ich nun wieder daheim bin, konnte ich mir die ganzen wunderbaren Fotos endlich auf dem großen Monitor anschauen. Wow! Danke dafür. Ich bin jetzt ein bisschen verliebt in den Ararat. Der Fuji wird schon eifersüchtig :-)

    Übrigens, wo Ihr so viele Menschen getroffen habt, die früher mal in Deutschland gelebt haben - so eine Begegnung hatte ich kürzlich auch. Der Mensch war fassungslos über das, was er derzeit über Deutschland in den Nachrichten hört - Regierungsbildung funktioniert nicht, der Hauptstadtflughafen wird nie fertig etc. - und wollte wissen, ob das denn tatsächlich stimme. Das seien ja entsetzliche Zustände, das hätte er nie gedacht von Deutschland. Naja, macht Euch keine Sorgen, falls Ihr mal wieder heimwollt: Wird sich alles richten lassen!

    Ich wünsche Euch eine gute Weiterreise und bin sehr gespannt auf den nächsten Bericht aus dem Iran. Passt bitte gut auf Euch auf!!!

    Alles Liebe
    Heike

  • #4

    Heike (Samstag, 21 Oktober 2017 17:11)

    Das klingt alles traumhaft und sieht traumhaft aus. Weiter so �

  • #3

    Silke (Samstag, 21 Oktober 2017 10:03)

    ....wie schön, so dicht mit dabei zu sein...
    alles Gute weiterhin u. lg silke �☘️�

  • #2

    Freiwillige Feuerwehr Osthofen (Samstag, 16 September 2017 22:32)

    Wir wünschen euch auf eurer Reise viele spannende Abenteuer.
    Wir werden euch in eurem Block verfolgen.
    Viel Spaß
    Ingo und seine Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Osthofen

  • #1

    Alexis Lamaye (Freitag, 08 September 2017 17:56)

    Hallo Florian und Claudia,
    das sieht ja alles sehr vielversprechend aus. Ich habe großen Respekt vor Euch und Eurem Vorhaben und wünsche Euch schon heute einen guten Start und eine wundervolle Reise.
    Beste Grüße
    Alex