Ulaanbaator, 31. Juli.2019.

 

Wir sind nach knapp 6 Monaten und 18.950 Kilometern in der Hauptstadt der Mongolei angekommen. Ereignisreiche und wunderschöne Monate liegen hinter uns, auch wenn uns die Wetterlagen entlang der Seidenstraße und über die Passstraßen des Pamir hin und wieder einen gehörigen Strich durch die sogenannte Rechnung gemacht haben.

 

Nun sitzen wir auf der Terrasse des Overlanders-Camps, "Riverpoint Lodge" und blicken aktuell leider in einen sehr trüben Himmel.  Die Rauchschwaden der gigantischen Waldbrände in Sibirien ziehen über das weite Land, bis hierher, knapp 1000 Kilometer Luftlinie von den Brandherden entfernt. Die nächsten Tage im Camp nutzen wir zuerst mal um die notwendigen Wartungsarbeiten an unserem Sprinter zu erledigen - auch die neuen Stoßdämpfer sind mit persönlicher Luftfracht im "Handgepäck" zu uns unterwegs. René, der Gründer und gute Geist der Riverpoint-Logde (und früher des Oasis) und sein nettes Team helfen uns dabei. Hier gibt es eine kleine Werkstatt und Sprinterkundige Mechaniker. 

 

Was leider total ins Hintertreffen geraten ist, ist die laufende Aktualisierung unserer Reise-Website.  Die meisten Ruhetage haben wir im internetlosen Raum verbracht. Die Tage in den sogenannten "Relaistationen" waren dominiert vom organisatorischen Tagesgeschäft.  Es war einfach zu wenig Zeit und es fehlte vor allem die notwendige Ruhe, um alle die Erlebnisse der letzten Monate in Wörter zu fassen und aus hunderten von Fotos die passenden Bilder rauszusuchen. 

 

Deshalb belassen wir es im Moment der Einfachheithalber mit der "schnellen Reisechronik" über unsere Facebookseite.  https://www.facebook.com/noplanisagoodplan/  oder klickt einfach auf den Link unten.



Wie geht's weiter?

 

Wir werden die nächsten Tage in den Süden der Mongolei aufbrechen. Dann geht es zurück über Ulaanbaator in Richtung Baikalsee wo wir die letzten Herbsttage erleben wollen.  Hoffentlich ohne Rauchwolken aus Sibrien... ?!

 

Auch diese Routenwahl ist wieder typisch für "Noplanisagoodplan". Eigentlich wollten wir über China nach Laos und Südostasien reisen. Aber trotz aller Bemühungen hat uns die Chinesische Botschaft in Deutschland kein Einreisevisum genehmigt. Die Gründe sind unklar und verworren.  Deshalb mußten wir unserer Reisegruppe durch China leider absagen. Zu den Umständen und den teilweise auch schikanösen Visaverfahren mit China, später mal mehr. Jedenfalls waren wir wirklich stinksauer. Stinksauer! Und wir haben dann auch beschlossen: jetzt reicht es ! (Es geht auch ohne China, selbst wenn uns die Menschen und das Land sehr interessiert hätten.)  Eine kurzfristig angedachte Alternativroute unser Auto über Wladivostok nach Kanada zu verschiffen, scheiterte an den immensen Kosten. Also fahren wir zurück, genießen unser "planloses" Reiseleben und schmieden neue Pläne für eine Verschiffung nach Süd- oder Nordamerika.

 

Wir grüßen aus der Mongolei und bis bald!

Claudia und Florian